#1 Crysis:Warhead von SirTosch 26.09.2008 16:56

avatar

Crysis: Warhead



Im jüngst veröffentlichten, eigenständig lauffähigen Crysis-
Addon Warhead drängen sich uns an jeder Ecke Erinnerungen
an Crysis auf. Das liegt nicht etwa an unseren hellseherischen
Fähigkeiten oder daran, dass wir den Titel bereits auf der
Games Convention probegespielt haben. Die Lösung
ist viel trivialer:

Wir haben einzelne Aspekte von Warhead tatsächlich schon
erlebt. Und zwar in Crysis selbst.

Crysis-Spieler erinnern sich, dass Psycho immer mal wieder
den Weg von Nomad kreuzte, ansonsten aber, typisch
„Frontschwein“, auf anderen Teilen der Insel im Alleingang
Außerirdische jagte. Was er dabei erlebt, erfahrt ihr nun in
Warhead. Wie zu erwarten, gestaltet sich der virtuelle
Abenteuerurlaub im Paradies ähnlich dem in Crysis.
Im schicken Nanosuit, einem Hightech-Strampelanzug,
der selbst Batman neidisch machen würde, legt er sich
mit scharenweise Nordkoreanern und Aliens an.

Verbesserungen am Superhelden-Strampler gibt es nicht.
Nach wie vor markieren vier Spezialfähigkeiten den Unterschied
zwischen vielen toten Feinden und einem quicklebendigen
Ausnahme-Soldaten. In der Standardeinstellung
dient der
Overall als schützender Kugelfang. Erst wenn die
Schildenergie aufgebraucht ist, nimmt der Held
selbst Schaden. Geheimnistuer
und Spanner aktivieren die Schleichfunktion, die sie quasi
unsichtbar macht. Angriffe aus dem Hinterhalt sind so
kein Problem mehr.

Wer rabiater zu Werke gehen möchte, greift vermehrt auf
die Stärke-Einstellung zurück. Gegner-Weitwurf und Hochsprung
werden dadurch zur Paradedisziplin. Nicht minder nützlich ist
die Tempo-Funktion. Die macht neue Sprintrekorde ebenso
möglich wie zügiges Entkommen aus Gefahrenzonen.

Wahre Meister kombinieren die Spezialfähigkeiten geschickt,
um als Ein-Mann-Armee nicht nur ordentlich auf den Putz zu
hauen, sondern dabei auch noch cooler auszusehen als
Mr. Willis in seinen besten Zeiten.



Drama, Baby, Drama!

Obgleich Warhead dem großen Bruder Crysis auf den ersten
Blick wie ein eineiiger Zwilling gleicht, gibt es doch
Detailunterschiede. Die Inszenierung etwa. Die ist noch
knalliger, noch pompöser,
und vor allem nimmt sie stärker Bezug auf den Protagonisten.
Der Spieler erfährt Interessantes über Psychos Persönlichkeit,
seinen Humor, seine Macken. Die Bindung zum Helden ist so
ungleich höher als noch in Crysis.

Trotzdem ist auch Warhead lupenreines Actionkino. Wer echte
Story- und Charaktertiefe erwartet, der wird nach wie vor
enttäuscht. Dazu trägt vor allem die langweilig
präsentierte Haupthandlung bei. Gerade Crysis-Spieler
wissen schließlich
bereits genauestens, wie sich die Alienhatz entwickelt.
Das
erstmalige Auftauchen der Außerirdischen, spektakulär
zugefrorene Landschaften und sogar das Ende sind
wohl vertraut, Überraschungen entsprechend rar gesät.

Dass Entwickler Crytek den Kern des Spiels unangetastet ließ,
das merkt man Warhead faktisch von der ersten Minute an.
Dass dies bei einem Ausnahmeshooter wie Crysis aber gar
nicht so verkehrt sein muss, dessen ist man sich ebenfalls
schnell bewusst. Warhead macht schlicht und ergreifend Spaß.
Alles wirkt unheimlich ausgereift, Detailverbesserungen
lassen das Geschehen noch runder wirken.

Neben der bereits angesprochenen Inszenierung fällt insbesondere
die Entscheidungsfreiheit positiv ins Gewicht. Die Areale und
damit die Non-Linearität fallen zwar etwas kleiner aus, der
Spieler wird verstärkt an der Hand genommen, damit die
Gefahr des Verlaufens gar nicht erst gegeben ist. Doch die
Vielfalt in der Herangehensweise an die Missionen wurde erhöht.

Wähle ich den vom Programm empfohlenen Weg und fahre
im dicken Panzer gen feindliche Basis? Oder schlage ich
mich zu Fuß durch und schalte die Gegner im Verborgenen
hinterrücks aus? Situationen, in denen der Spieler, sprichwörtlich
an ein bestimmtes Vehikel gekettet, eine bestimmte Route
zurück legen musste und keine Möglichkeit hatte, auszusteigen,
gibt es nicht mehr. Es obliegt zu jedem Zeitpunkt euch, ob ihr
per pedes oder motorisiert über die Insel brettert.



Erweiterter Waffenschrank

Ein wenig Feintuning hier, ein anderer Story-Blickwinkel da:
Warhead macht Vieles genau so wie Crysis, Einiges aber doch
auch neu. Frische Waffen zum Beispiel. Für den extrastarken
Kawumms-Faktor sorgt der Granatwerfer, der selbst Panzer
in Windeseile zu Altmetall verarbeitet. Weniger brachial
zeigen sich die Maschinenpistolen, von denen Psycho in
jeder Hand eine halten darf.

Auf kurze Distanz mähen die vollautomatischen Wummen
ganze Feindscharen nieder. Auf weite Entfernung ist die
Streuung allerdings zu hoch. Nicht von schlechten Eltern sind
ferner die neu implementierten EMP-Granaten. Die lassen
08/15-Soldaten zwar kalt. Nanosuit-Träger reagieren dafür
umso empfindlicher, da die Anzug-Funktionen durch den
Elektroimpuls versagen und die Panzerung den Geist aufgibt.

Schlechte Karten: Im Mehrspielermodus nur mit einer
Pistole bewaffnet auf die Jagd zu gehen, kommt einem
Selbstmord gleich.

Schlechte Karten: Im Mehrspielermodus nur mit einer
Pistole bewaffnet auf die Jagd zu gehen, kommt einem
Selbstmord gleich.
Der Mehrspielermodus kommt losgekoppelt von der
Einzelspieler-Erfahrung daher und muss auch separat
installiert werden. Der Crysis Wars genannte Multiplayer-Part
samt 21 großer Karten - davon sieben komplett neu - ist
unterteilt in den altbekannten Power-Struggle-Modus sowie
das neu hinzugefügte Deathmatch und Team-Deathmatch.
Letztere erfreuen vor allem Fans schneller und unkomplizierter
Gefechte. Ohne viel Einarbeitungszeit geht ordentlich die Post ab.

Power Struggle erstrahlt größtenteils in altem Glanz.
Einzige Änderung: Um den Sieg davon zu tragen,
müssen Spieler nicht mehr zwingend die gegnerische
Basis einäschern. Läuft ein vorgegebenes Zeitlimit ab
und die Stützpunkte stehen noch, gewinnt, wer im Lauf
der Partie am meisten Energie gesammelt hat.


Grafik:

Nach wie vor das Maß der Dinge. Schöner ballert es sich derzeit nirgendwo! Im Vergleich zu Crysis wirkt das Gezeigte sogar
noch eine Spur schicker. Explosionen sind voluminöser,
Gesichter noch feiner.

Sound:

Die dynamische, treibende Musikkulisse motiviert ebenso
wie die passend ausgewählten deutschen Sprecher, die
geradezu perfekt zu ihrer Rolle passen. Nettes Gimmick:
Gegner sprechen optional Koreanisch.

Gameplay:

Adrenalin fördernde Scharmützel auf einer wunderschönen
Tropeninsel: Was für Crysis galt, gilt auch für Warhead.
Trotz Neuerungen-Armut und Story-Schwächen gehört
die effektgeladene, nahezu perfekt inszenierte Shooter-
Action zum Nonplusultra im Genre.

Multiplayer:

Der Power Struggle-Modus zeigt sich leicht verbessert.
Deathmatch und Team-Deathmatch sind völlig neu und
laden zum schnörkellosen Baller-Reigen ein. Schade:
Nur sieben der 21 Karten sind neu, alle anderen aus
Crysis entlehnt.


#2 RE: Crysis:Warhead von nightfall71 27.09.2008 16:41

avatar

Cysis lohnt auf alle Fälle.Das Game is der knaller,
und motiviert sehr lange- schad nur, das die meisten
maps nicht neu sein werden

#3 RE: Crysis:Warhead von Shocktherapy 29.09.2008 09:11

avatar

ich liebe Cysis!! Action,Spannung und Grafikschokolade!
[allgemein46]

auch wenn Warhead nicht sooooviel neues bietet zum
Original...ich besorgt mir das Game auf alle Fälle

#4 RE: Crysis:Warhead von nightfall71 29.09.2008 14:42

avatar

da schließe ich mich dir an Shocky [allgemein15]

#5 RE: Crysis:Warhead von Commander 29.09.2008 16:56

kann ich nur jeden actiongame Fan wärmstens empfehlen!!!

#6 RE: Crysis:Warhead von RedBaron 30.09.2008 16:20

avatar

Pflichtlektüre!!!^^ [allgemein15]

#7 RE: Crysis:Warhead von Vario 03.10.2008 20:01

avatar

nicht schlecht, wenn se wenigstens ne gute story eingebaut hätten wärs für mich erst nen richtiger knaller.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de
Datenschutz